31. März 2021: Das erste Quartal 2021 mit einem erfolgreichen Monat März abgeschlossen

Das erste Quartal ist mit einem sehr erfolgreichen Monat März einigermaßen akzeptabel geendet. Der Monat März war der zweithöchste Monat bis heute in genutzten Stunden (128, gegen 132 im Rekordmonat August 2020). Es wurden 1547 km gefahren – der dritthöchste Monatswert. Mit 9 Nutzern war auch die Nutzerzahl wieder angestiegen und auch auf einem geteilten dritten Platz im Monatsranking. Auch die Anzahl der Fahrberechtigte nimmt wieder zu, weil Nutzer ihre Führerscheine wieder neu validieren lassen. Wir haben nun wieder 17 Nutzer mit einer gültigen Führerscheinvalidierung im System.

Eine ausführliche Berichterstattung über die wichtigsten Kennzahlen des Dorfmobils finden Sie hier.

21. Februar 2021: Ein Jahr Dorfmobil Barsikow, leider ohne Jahresfeier

Foto: Einweihung Dorfmobil 21.02.2020

Am 21. Februar 2021 ist die Einweihungsfeier des Dorfmobils schon wieder ein Jahr her (siehe Bild). Das gute war, dass wir das damals noch unbeschwert machen konnten, so dass wir eine sehr schöne Veranstaltung in Erinnerung haben.
Leider war es bald danach weniger unbeschwert und haben wir uns den Rest des Jahres mit der Pandemie beschäftigen müssen, die auch das Dorfmobil nicht unberührt gelassen hat. Obwohl der Sommer für das Dorfmobil noch ganz erfreulich verlief, waren die Lockdown Perioden eher Corona getrübt.
Wir sind stolz darauf, dass wir das erste Betriebsjahr trotz alledem erfolgreich über die Bühne bringen konnten, mit einem kleinen Überschuss, mit 15.000 km auf dem Tacho und mit 22 Personen, die insgesamt unser Angebot wenigstens einmal genutzt haben. Wie auch nach 6 Monaten haben wir nach einem Jahr einen ausführlicheren Bericht erstellt, den Sie hier finden.

30. Januar 2021: Eine Schneedecke für das Dorfmobil

4. Januar 2021: Auch in dem neuen Jahr steht das Dorfmobil für Sie bereit. Frohes Neues!

Foto: Barbara Linke

Bei jedem Wetter, Eis oder Schnee, steht das Dorfmobil für die Nutzer:Innen bereit. Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Dorfmobil, Fabio Meister, schreibt in seiner Neujahrsmail an die Nutzer:Innen:

Das Jahr 2020 war schon verrückt. Eine solche Einschränkung des öffentlichen Lebens hätten wir uns am Anfang des Jahres kaum vorstellen können. Ohne es zu wissen oder zu wollen, haben wir das Dorfmobil, das ja für die Teilnahme am öffentlichen Leben steht, mitten in diese Zeit hinein eröffnet. Wir finden, dass es trotzdem keinen Tag zu früh war. Weltweit wird schon das Ende aller Autos mit Verbrennungsmotoren diskutiert, mit Daten zwischen 2025 (in 4 Jahren!) und 2050. Wann es in Deutschland tatsächlich dazu kommt, wissen wir nicht.

Die gute Nachricht ist, dass niemand in Barsikow diese Unsicherheit ertragen muss. Die Zukunft des Autos kann schon heute jeder erleben, ohne sich selbst eines kaufen zu müssen. Das gilt nicht nur für den Antrieb: Digitalradio, Bord-Unterhaltungssystem (Android Auto), Spurhalteassistent, Toter-Winkel-Warner, Fernlichtautomatik u.a. sind mit an Bord.
Die politische Diskussion um Ladesäulen für E-Autos kann man mit dem Dorfmobil hautnah erleben: Unsere Ladekarte funktioniert nach anfänglichen Schwierigkeiten nun auch an den Ladesäulen der Stadtwerke Neuruppin. Wir hoffen, im laufenden Jahr auch erfolgreiche Tests in Berlin und an der Ostsee melden zu können. Wer das übernehmen will, dem sind wir gerne behilflich. Wegen der höheren Kosten beim Auswärts-Tanken sollte die Ladestelle am Alten Konsum aber bevorzugt werden.
Insgesamt wurde das Dorfmobil gut genutzt: Mehr als 13.000km Fahrtweg wurden im letzten Jahr zurückgelegt, damit wurden rund 2.000kg CO2 gespart. Soviel emittiert ein durchschnittliches Wohngebäude mit fossilem Brennstoff pro Jahr. Als Einzelperson schafft man solch eine Einsparung kaum, aber mit dem Dorfmobil haben wir es gemeinsam erreicht.
Trotzdem ist das Auto noch häufig verfügbar: Mit etwas mehr als 100 Nutzungsstunden pro Monat ist meist genau dann da, wenn du es brauchst. Auch und erst recht, wenn im Jahr 2021 das öffentliche Leben langsam wieder aufblüht. Damit wünsche ich Allen im Namen der Arbeitsgruppe Dorfmobil ein gesundes und frohes Jahr 2021.

31. Dezember 2020: Das erfolgreiche Jahr 2020 geht schaumgebremst zu Ende

Wie zu erwarten war, wurde das Dorfmobil im Dezember durch den Lockdown deutlich weniger genutzt: nur 52 Stunden, wobei wir doch 114 Stunden pro Monat brauchen um unsere Kosten durch die Stundensätze abzudecken. Auch die Zahl der gefahrenen Kilometer war mit 830 km deutlich unter Durchschnitt.

Der Stromverbrauch pro gefahrenem km nimmt im Winter stark zu: Im Dezember verbrauchten wir 0,27 kWh pro km. Im November war das noch 0,21  und im Sommer um die 0,16 kWh/km. Entsprechend ist die Reichweite im  Winter nur noch ca. 250 km, bei voller Batterie. 

Alle Grafiken aus dem Statusbericht zum 31.12.2020 finden Sie hier.
 
 

9. Dezember 2020: Das Dorfmobil kan auch bei den Ladestationen der Stadtwerke Neuruppin aufgetankt werden

Fast immer wird das Dorfmobil „zu Hause“ am Alten Konsum aufgetankt. Das ist auch die finanziell und logistisch günstigste Variante. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, wie und wo der Nutzer auch unterwegs auftanken kann. Dazu liegt nun ein Chip im Handschuhfach, der im ganzen Netz von NewMotion eingesetzt werden kann. Die Stadtwerke Neuruppin arbeiten auch mit Newmotion zusammen, so dass auch regional bei den SWN getankt werden kann, zum Beispiel in Kyritz an der Johann-Sebastian-Bach-Straße, wo der Chip erfolgreich getestet wurde. Die Anfangsprobleme mit dem Chip sind durch einen extra Einsatz der SWN gelöst.

Der Chip zum Tanken im Handschuhfach des Dorfmobils

3 November 2020: Das Dorfmobil in der Presse - YouTube, Berliner Zeitung und Berliner Kurier

Das öffentliche Interesse an unserem Dorfmobil bleibt groß. Nach unseren Fernsehauftritten auf RBB, RTL und NTV wurde Fabio Meister noch mal interviewt. Diesmal war es Julian Affeldt von der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg, der Fabio sehr ausführlich interviewte.  Klicken Sie hier für den Link zum sehr informativen YouTube Video!

Auch die schreibende Presse bleibt am Dorfmobil dran: Stefanie Hildebrandt von der Berliner Zeitung und vom Berliner Kurier war zu Besuch in Barsikow, zusammen mit dem Fotografen Gerd Engelsmann. Den Link zum Berliner Kurier finden Sie hier und zur Berliner Zeitung hier. Beide Artikel finden Sie auch in der PDF Datei BerlinerZeitungDorfmobil20201103

30 September 2020: neuer Meilenstein für das Dorfmobil - 10.000 km auf dem Tacho!

Und wieder hat das Dorfmobil einen Meilenstein erreicht: es hat 10.000 km auf dem Tacho. Damit sind die Nutzer in den 222 Tagen des Betriebes im Durchschnitt ziemlich genau 45 km pro Tag gefahren. In der ursprünglichen Planung war mit ca. 10.000 km pro Jahr gerechnet worden, oder ca. 27 km/Tag. Offensichtlich ist der Bedarf da!  

28 September 2020: Fernsehaufnahmen über das Dorfmobil - diesmal von RTL/ntv

Das öffentliche Interesse an unser Dorfmobil ist offensichtlich groß. Ein Artikel im berliner Tagesspiegel hat so wohl bei RBB als jetzt bei RTL/ntv Interesse geweckt für das Dorfmobil. Am Montag, den 28.09.2020 kam das Team mit (v.l.n.r.) Marc Chmiel (Journalist), Martin Kaps (Kamera) und Tom Hornig (Ton) nach Barsikow um den ganzen Nachmittag Aufnahmen zu machen vom Dorfmobil und seinen Nutzern. Spektakulär waren die Aufnahmen mit einer Drohne, die aus dem fahrenden Dorfmobil gelenkt wurde und zeitweise neben dem Fahrzeug mitflog. Die Sendung über dieses Thema (ca. 1,5 Minuten) ist für die Woche vom 5. Oktober 2020 geplant, während der „Mobilitätswoche“ in RTL. Später wird ein anderer Beitrag (ca. 2,5 Minuten) noch auf Vox ausgestrahlt.

31. August 2020: Das Dorfmobil Barsikow ist im Monat August 2186 km gefahren - ein Monatsrekord!

Die Nutzer des Dorfmobils haben das Fahrzeug im Monat August stark beansprucht. Insgesamt kamen 2186 km zusammen. Das ist über 300 km mehr als der bisherige Rekordmonat Juni. Gut ein Drittel dieser Entfernung wurde von Besuchern zurückgelegt, die ihre Ferienzeit in Barsikow verbracht haben. Der Kilometerstand des Dorfmobils war Ende August 8653 km, nach einem halben Jahr und 10 Tagen.

28. August 2020: RBB Fernsehaufnahmen über das Dorfmobil

Am Freitag, den 28. August war der RBB Journalist Matthias Finger mit Kameramann Chris Nordhausen in Barsikow, um einen Bericht über das Dorfmobil zu erstellen. Die ganzen Gesprächen, Interviews und Aufnahmen nahmen insgesamt dreieinhalb Stunden in Anspruch – um letztendlich vier Minuten RBB Fernsehen zu liefern. Die Sendung wurde am Dienstag, den 22. September 2020 in der RBB Sendung Zibb ausgestrahlt. Leider ist diese Sendung im Internet nicht mehr zur Verfügung.

21. August 2020: Veranstaltung 6 Monate Dorfmobil Barsikow

Am Freitag, den 21. August war es genau 6 Monate her, dass das Barsikower Dorfmobil eingeweiht wurde. Dieses erste Dorfmobil in Brandenburg wurde von vielen mit Interesse beobachtet. Hier oder da wurde doch angezweifelt, ob sich dieses Experiment auch behaupten könne. Nach 6 Monaten Betrieb unter teilweise widrigen Umständen durch die Corona Pandemie können wir sagen: „Es läuft“.

Im Schatten des Kirchturms wurde Corona-konform der erfolgreiche Anfang des Projektes besprochen und gefeiert. Vize-Landrat Werner Nüse, Bürgermeister Philipp Schulz und viele Experten auf dem Fachgebiet Mobilität waren zugegen um über dieses Projekt und mögliche Nachfolgeprojekte zu diskutieren. Die Barsikower Band „Aus dem Dorf, für das Dorf“ spielte die für das Dorfmobil entwickelten Songs: „Das ist mein Auto, das ich dein Auto“ und „Wirklich jede(r) kann E-Auto Fahr’n“.

Der Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Dorfmobil“, Fabio Meister, schilderte ausführlich die bisherigen Erfahrungen mit dem Fahrzeug und mit der Organisation drum herum. Er zog ein sehr positives Fazit, das von den ca. 40 Zuschauer entsprechend gut aufgenommen wurde.

Trotzdem scheint es noch keine anderen Dörfer in OPR zu geben, die sich an ein solches Experiment wagen. Der Grund dafür variiert von mangelnder Unterstützung seitens des Bürgermeisters (Flecken Zechlin) bis zu mangelndem Interesse von Nutzern oder mangelnder Verfügbarkeit von Menschen, die diese Karre erstmal ziehen müssen. Ortsvorsteher Willem Schoeber sagte zu, dass Barsikow weitere Dörfer, die ein solches Experiment durchführen wollen, unterstützen würde auf Basis der eigenen Erfahrungen.

14. August 2020: Eine neue Wallbox wird installiert

Nach hartnäckigen Problemen mit der Wallbox konnte unser Elektriker Jörg Genge am 14. August 2020 eine neue Wallbox installieren. Offensichtlich hat der Hersteller KEBA auch Probleme mit der von uns zurückgeschickten Anlage festgestellt und uns darum eine neue zugeschickt.

Leider war damit das Problem mit dem FI Schutzschalter noch immer nicht weg. Als dann unser Elektriker diesen Schutzschalter durch einen anderen Typ ersetzt hatte (Das alte Modell war ein Eaton xPole PXF 40/4/003-A; das neue Modell ist ein GE Elfa 604208), war auch dieses Problem behoben. Jetzt haben wir also, 6 Monate nach Inbetriebnahme, ein funktionierendes Ladesystem.

In der Zwischenzeit wurde das Dorfmobil über eine Schuko-Steckdose gleich neben der Ladestation aufgeladen. Dabei war die Ladegeschwindigkeit zwar nicht üppig, reichte für unsere Bedürfnisse bis Mitte August 2020 aber aus.

13. Juli 2020: Meilenstein von 25 registrierten Nutzer:innen erreicht!

Gabi Konczak, Nutzerin Nummer 24, steigt zum ersten Mal ins Dorfmobil

Das Dorfmobil Barsikow hat seit dem 13. Juli 2020 schon 25 registrierte Nutzer. Diese 13 Frauen und 12 Männer haben nun also die Möglichkeit, über ihre MOQO App das Dorfmobil zu benutzen. Bis zum 13. Juli haben 7 Frauen und 7 Männer diese Möglichkeit schon wahrgenommen. Es ist erfreulich, dass die Anzahl der Frauen und der Männer sich die Waage halten. Ach wenn das E-Auto am Anfang vielleicht ungewohnt wirkt (siehe Bild von unserer Nutzerin Nummer 24), ist es recht einfach, sich an das automatische E-fahren zu gewöhnen. Es lohnt sich, es mal auszuprobieren. Damit haben Sie einfach eine extra Möglichkeit, sich selbständig zu bewegen. Und sei es nur, wenn das eigene Auto streikt oder die Kinder es gerade mal mitgenommen haben. 

8. Juli 2020: Die neue Wallbox wird wieder abmontiert

Von Anfang an hat unsere KEBA  Wallbox  nicht gut funktioniert – und in Mai und Juni sogar gar nicht. Das Problem ist, dass direkt nach einem Anschluss des Fahrzeugs der FI Schutzschalter im Alten Konsum die Ladeeinrichtung abschaltet. Wir haben viele Möglichkeiten ausprobiert um festzustellen, wo die Ursache dieses Problems liegt: Mit anderen Kabeln geladen, ein anderes Auto geladen, mit unseren Auto woanders geladen, usw. Dabei war nicht komplett auszuschließen, dass diese Probleme vielleicht auch teilweise mit der Kombination Wallbox mit unserem Dorfmobil zu tun hatte. Als wir aber definitiv einen viel zu hohen Eigenverbrauch der Wallbox festgestellt hatten (über 40% der geladenen Strommenge), haben wir den Gewährleistungsprozess des Lieferanten in Gang gesetzt. Das Gerät wurde von unserem Elektriker Jörg Genge (Bild) wieder abgebaut und zum Hersteller zurückgeschickt.

In der Zwischenzeit laden wir das Dorfmobil mit dem „Notkabel“, das wir zum Auto gekauft hatten, um immer unterwegs eine Lademöglichkeit zu haben, auch wenn keine spezielle Ladestation vorhanden ist. Dieses Kabel benutzt eine Standard Schuko Steckdose und kann mit ca. 3 kW laden. Bei einem Verbrauch von 15 kWh/100 km kann das Dorfmobil mit einer Reichweite von ca. 17 km pro Ladestunde geladen werden. In der Praxis hat das noch zu keinen Einschränkungen bei der Nutzung des Dorfmobils geführt. Bei zukünftiger intensiverer Nutzung wird die 22 kWh Wallbox allerdings notwendig sein.

1. Juli 2020: Der Statusbericht der AG Dorfmobil über das erste Halbjahr 2020 liegt vor

Bis zum 30. Juni 2020 musste der Dorfverein ,Barsikow e.V.‘ einen Verwendungsnachweis für die verschiedenen Zuwendungen für die Teilprojekte des Dorfmobils beim Landkreis OPR einreichen. Zu den Anforderungen gehörte auch ein Statusbericht über die Projekte. Diesen Bericht haben wir mit den Daten über die letzten Tage des Monats Juni ergänzt. Damit liegt nun ein Statusbericht über das erste Halbjahr 2020 vor. Den Inhalt des Berichtes finden Sie hier.

28.Mai 2020: Ein Schutzdach für die Wallbox und ein sauberes Ladekabel

Die Arbeitsgruppe „Dorfmobil“ hatte sich bei der Entscheidung für eine Wallbox für eine Variante entschieden ohne festes Ladekabel. Diese Variante sieht man meistens bei den Ladestellen im öffentlichen Raum. Das Kabel wird im Auto mitgefahren. So ist es geschützt gegen Vandalismus, und wir bräuchten nur ein einziges Kabel für die Fahrt und für unsere eigene Ladestelle. Wir hatten aber dabei nicht berücksichtigt, dass ein loses Kabel relativ schwer ist und beim Ladevorgang auf der Erde liegt. Wenn das dann bei jeder Fahrt eingepackt und ins Auto gelegt werden muss, führt das zu schmutzigen Händen schon bei der Abfahrt – und wieder bei der Rückkehr. Und zu einem schmutzigen Laderaum. Dieses hat zu einem starken Feedback insbesondere von unseren Nutzerinnen geführt, so dass wir uns dafür entschieden haben, ein Ladekabel fest zu installieren (siehe Foto). 

Das fest installierte Kabel hängt nun an einem Seil, das über eine Umlenkrolle am Dach des Alten Konsums mit einem Kontergewicht verbunden ist. Durch die feste Installation ist es auch gegen Diebstahl gesichert. Als extra Schutz gegen Wettereinfluss wurde noch ein Dach über der Wallbox angebracht. All diese Maßnahmen wurden von unserem Fahrzeugwart Wilfried Kunze umgesetzt.

21. Mai 2020: Drei Monate Dorfmobil

Drei Monate nach der feierlichen Inbetriebnahme des Dorfmobils haben wir das Fahrzeug noch mal in die Wahrnehmung der Dorfbewohner zurückbringen wollen. Durch die Corona Krise war das Dorfmobil doch etwas weniger in den Köpfen präsent. 

Inzwischen haben 18 Barsikower:innen sich angemeldet. Sieben Fahrer:innen sind innerhalb von 171 Leihstunden bereits 2.945 km gefahren und haben so ca. eine Tonne CO2 eingespart. Wir sind aber noch lange nicht am Ziel: Wir wollen auch Sie überzeugen! Was sind Ihre Gründe, das Dorfmobil (nicht) zu nutzen? Die Arbeitsgruppe Dorfmobil hört Ihnen gerne zu!

1. Mai 2020: Erste Panne des Dorfmobils

Aus dem Maschinenraum des Dorfmobils

Die ersten Betriebsmonate des Dorfmobils hielten auch unangenehme Überraschungen bereit. So fiel einem Mitglied der Arbeitsgruppe auf, dass sich das Auto nicht öffnen ließ. Ursache war fehlende Spannung an der 12V-Batterie. Renault schickte den ADAC. Als das Problem am Samstag, dem 2.5., zum zweiten Mal auftrat, ließ Fahrzeugwart Wilfried Kunze das Auto von der Werkstatt abholen. Am späten Nachmittag des 4.5. war es wieder einsatzbereit. In der Werkstatt wurde eine übergroße Polklemme an der kleinen Zusatzbatterie festgestellt. Dadurch fehlte der Strom für die Bordsysteme. Das Problem wurde in der Werkstatt erstmal behoben, bedurfte aber einer Nachbesserung vom Fahrzeugwart, um endgültig gelöst zu sein. Obwohl das Abschleppen und diese Werkstatt-Einsätze komplett von Renault bezahlt wurden, waren sie natürlich ärgerlich. Allerdings, falls man davon ausgeht, dass Probleme unvermeidbar sind, dann würden wir uns – nur für den Fall, dass es ohne nicht geht – ausschließlich Pannen von dieser einfachen Sorte wünschen.

21. Februar 2020: Einweihung des Dorfmobils

Dorfmobil. Foto: Alexander von Uleniecki

Die Vorsitzende des Dorfvereins Anna Funke hieß die vielen Gäste von außerhalb in Barsikow herzlich willkommen, Landrat Ralf Reinhart, Bürgermeister Philipp Schulz,  Landtagsabgeordneten Katja Poschmann (SPD) und Christian Görke (Linke, ehem. Finanzminister von Brandenburg).

Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Dorfmobil“ im Dorfverein, Fabio Meister, erklärte die Entwicklung des Projektes und die Komplexität aller Aktivitäten, die notwendig waren, um zu diesem feierlichen Tag zu kommen. Landrat Ralf Reinhart sprach bewundernd über die vielen Aktivitäten der Arbeitsgruppe und über die Wichtigkeit, mit solchen neuen Modellen der ländlichen Mobilität zu experimentieren. Bürgermeister Philipp Schulz war stolz, dass Barsikow dieses Projekt so gestemmt hat und koppelte dieses mit der weiteren Mobilitätsinitiative in der Gemeinde Wusterhausen: dem selbstfahrenden Bus. Er lud alle Anwesenden noch mal ein, doch auf jeden Fall auch diesen Bus auszuprobieren.

Zum Schluss nahm Ortsvorsteher Willem Schoeber das Dorfmobil im Namen der Barsikower Dorfgemeinschaft in Empfang. Er bedankte sich beim Landkreis für die großzügige finanzielle aber auch inhaltliche Unterstützung, beim Vorstand des Dorfvereins für die Übernahme der Verantwortung für so ein ungewöhnlich großes Projekt und bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe für ihren großen Einsatz und das Festhalten an den Zielen, auch als der Weg etwas steiniger war als erwartet. Er versprach auch, weitere Projekte in anderen Dörfern unterstützen zu wollen durch ein großzügiges Teilen der Barsikower Erfahrungen mit dem Dorfmobil. Inzwischen haben sich schon verschiedene Dörfer mit einem Wunsch nach Erfahrungsaustausch gemeldet : Wustrau, Flecken-Zechlin, Grünheide und Bensdorf (Potsdam/Mittelmark).

Am Ende wurde draußen vor dem Alten Konsum das Dorfmobil von Landrat, Bürgermeister und Mitgliedern des Vorstandes und der Arbeitsgruppe gemeinsam enthüllt (s. Bild).

21. Februar 2020: Lieder zur Einweihung des Dorfmobils

Das Programm zur Einweihung des Dorfmobils wurde aufgelockert von der Band „Aus dem Dorf für das Dorf“, das für diese Gelegenheit zwei Lieder umgetextet hatte. Der alte Trini Lopez Schlager „This Land is your Land“ wurde zum „Das ist dein Auto, das ist mein Auto“. Der Hammer war das Lied „Everybody“, geliehen von den Backstreet Boys: „Wirklich jede(r)….. kann E-Auto fahr’n“.

Dabei wurden die hohen Gäste aufgefordert, auf der Bühne mit dem Rest des Publikums den Refrain mitzusingen. Es war eine Veranstaltung, die von den Anwesenden nicht leicht vergessen wird.

Die Texte zum Nachsingen finden Sie hierunter.

Das ist dein Auto, das ist mein Auto
(Melodie: This Land is your Land, Trini Lopez)

Das ist dein Auto, das ist mein Auto
Das Dorfmobil ist von uns in Barsikow
Mein Auto sparen, und trotzdem fahren
Das Auto ist ja deins und meins

Ich nehm‘ mein Handy, drück auf mein Appie
Wenn ich es brauche, macht es mich happy
Es steht für mich da, es steht für dich da
Das Auto ist ja deins und meins

Ich fahr durch Felder, die schöne Landschaft
So ohne Auspuff, weil er’s auch so schafft
Bei Sonn’ und Niesel, ohne Sprit und Diesel
Das Auto ist ja deins und meins     

Und scheint die Sonne auf die Paneele
Und wird Turbinen der Wind nicht fehlen
Dann fahr ich Öko, fürs Klima gut so
Das Auto ist ja deins und meins

Das ist dein Stecker, das ist mein Stecker
Immer das Laden, geht-mir auf den Wecker
Die Karre ist schrill, steht ohne Laden still
Das Auto ist ja deins und meins

Das ist dein Auto, das ist mein Auto
Das Dorfmobil ist von uns in Barsikow
Mein Auto sparen, und trotzdem fahren
Das Auto ist ja deins 
Das Auto ist ja meins 
Das Auto ist ja deins und meins

Wirklich jeder hier (kann E-Auto fahr’n)
(Melodie: Everybody, Back street Boys)

Refrain:

Wirklich jeder hier jeder!
Wirklich jede hier  jede!
Wirklich jeder hier
kann E-Auto fahr’n!
kann E-Auto fahr’n!

Zeig uns deinen Führerschein
Stimmst du die Nutzungsordnung zu
Dann unterschreibe hier jeder!
Lad’ dir die App herunter
jede!
Und registriere dich
jeder!
Und dann buch’ dir ‘nen Termin
Und fahr elektrisch hin 

(Refrain)

Dein Arzt schlägt dir einen Termin vor
Du prüfst den Buchungskalender
Oh nein, da kann ich nicht
Schade!
Ich krieg das Auto nicht
Scheiße!
Geht’s nicht ‘ne Stunde früher?
Ja, das geht!
Und dann buchst du den Termin
Und fährst elektrisch hin

(Refrain) – (Gitarrensolo) – (Refrain)

16. Februar 2020: Das neue Dorfmobil wird von Berlin nach Barsikow umgesiedelt

Samstag, den 16. Februar 2020 ist unser Dorfmobil von Berlin nach Barsikow umgesiedelt. Es hat gleich seinen Parkplatz am Alten Konsum gefunden und ist nun bereit für die Enthüllung am Freitag, den 21. Februar. Nach Ankunft wurde das Fahrzeug erstmal verhüllt.

28. Juni 2019: OPR Landrat Ralf Reinhardt übergibt den Zuwendungsbescheid für das Dorfmobil

 Landrat Ralf Reinhardt übergibt als Vertreter des Landkreises, der das Projekt großzügig unterstützt, der Vorsitzenden des Dorfvereins ,Barsikow e.V.‘ Anna Funke den Zuwendungsbescheid. Diese offizielle Übergabe fand statt bei Gelegenheit eines Tischtennistourniers, wo der Landrat in einem Spiel mit dem Wusterhausener Bürgermeister Philipp Schulz die neue Tischtennisplatte in Barsikow einweihte.